Sonntag, 12. Oktober 2014

Fiji ; Nadi & Taveuni


So kamen wir nun mit einem Tag Verspätung in Fiji an und wurden am Flughafen von Gitarre spielenden Musikanten empfangen Fijistyle. Ausnahmsweise hatten wir sogar ein Hotel gebucht und wurden von einem Hüne von Mann abgeholt und in das gemütliche Backpacker Bamboo Traveler gebracht. Wirklich eine gute Adresse für Backpacker die 1-2 Nächte in Nadi verbringen wollen. Da unsere Zeit auf Fiji von Beginn weg sehr knapp bemessen war und uns nun auch noch ein Tag geklaut wurde, mussten wir Prioritäten setzten wo wir hinwollen. Soll es nun nach Taveuni gehen, wo sich die Whitewall eines der weltgrössten Weichkorallenriffe befindet, eine Mehrtagestour zu den Jasava-Inseln oder zu den Kadavu-Inseln wo viele Mantas und Haie zu sehen sein sollen. Fische hatten wir ja nun schon viele gesehen und das Südseeinselfeeling haben wir ja dann auch noch in Französisch Polynesien. So fiel die Entscheidung auf Taveuni.
Nur da hin zu kommen war leichter gesagt als getan, da alle Flüge dort hoch die nächsten Tage ausgebucht waren. So erhoffen wir uns dass uns der Sonnenuntergang eine Eingebung bringen wird und setzten uns runter vors Restaurant an den Strand. Um 19Uhr wurde die tägliche Kava-Runde eingeläutet, nur was zum Geier war Kava! Wir haben von einem Schweizer Paar in den Salomonen nur geraten bekommen, trinkt bloss kein Kava, das blässt dich durch aber richtig. Tja, wir haben diesen um einen Holzkübel sitzenden und singenden Menschen ( Touristen und Einheimische gemischt) ne ganze Weile zugeschaut. Da wurde gesungen, und zwischen jedem Lied gab es für jeden der wollte eine halbe Kokosschale Kava. Echt ne gemütliche Runde, so entschlossen wir uns, uns dazu zusetzten und auch so ein Schälchen zu trinken.
 So schlimm konnte das Getränk ja nicht sein, zum Einen tranken es viele und zum Anderen waren unsere Mägen mittlerweile ziemlich robust. Bei diesem einen Schälchen blieb es natürlich nicht und so wurden es doch einige davon. In dieser Runde trafen wir einen Exil Schweizer der auf Savusavu lebt. Er erklärte uns was es mit diesem Kava auf sich hat. Kava ist eine Pflanze die über mehrere Jahre wächst und der Konsum dieser Pflanze führt dazu dass sich die Muskeln entspannen und man einen gesunden Schlaf hat, bei eine ausgezeichneten Pflanze könne man sogar sowas wie besoffen werden körperlich aber nicht geistig, klingt komisch und konnten wir so auch nicht feststellen. Und da ist bei Susanne auch der Groschen gefallen wo sie das Wort Kava schon gehört hatte. Dem Spagyrik-Notfall Spray Kava-Kava. Kava ist auf den Fijis Kultur und wir abends in geselliger Runde gemeinsam konsumiert, meistens begleitet von Gesängen der Teilnehmer. Nach längerer Diskussion mit ihm und vielen anderen Backpackern, bis morgens um 4 Uhr, war für uns klar wir werden nach Taveuni fahren um Weichkorallen zu besichtigen.
 
Jedoch nicht mit dem Flugzeug sondern mit einer Fähre, die allerdings erst am Freitag also in 2 Tagen fährt also in 1,5 um genau zu sein. Das Bamboo Backpacker hatte wie es der Zufall wollte auch auf Taveuni einen Partnerhotel, das Maravoo, und verkaufte Pauschalangebote dorthin mit Ausflügen und dergleichen. Wir entschieden uns jedoch nur dafür den Transport nach Taveuni zu buchen. Wir wollten ja Tauchen und Kultur und nicht Massage und Schnorcheln und was es sonst noch alles in dem Bamboo-Combo dazu gab. Wir fuhren also 4h mit dem Bus von Nadi nach Suva und bestiegen die Fähre. Alle mit uns reisenden haben sich recht schnell zusammengefunden woraus sich eine bunte Mischung ergab die uns sehr zugesagt hatte. Fähren haben wir ja mittlerweile schon einige gesehen diese war jedoch anders, die 18 stündige überfahrt verbrachten wir doch recht komfortabel an Tischen mit Stühlen sogar ein Restaurant war vorhanden und wenn man müde wurde konnte man sich auf dem Teppichboden schlaffen legen, etwas hart, jedoch nicht schlecht. Auf der Überfahrt lernten wir unter anderem ein  Schweizer Pärchen kennen das ebenfalls auf Weltreise war jedoch genau in die andere Richtung. Diese hatten den Transport zum Maravoo und Zimmer/ Frühstück gebucht. Da uns die mit uns Reisende Truppe recht gut gefiel entschlossen wir uns ebenfalls im Maravoo nieder zu lassen.
 
 
Das Maravoo ist ein ehemaliges 5 Sterne Hotel das heute von Backpackern besucht und genutzt wird. Die Zimmer sind echt 5 Sterne wert ebenso die Anlage jedoch gibt es nichts zu trinken im Resort, ja NICHTS nicht mal Wasser ok für uns ja kein Problem auf zum nächsten Shop! Da wir uns ja e entschieden zum selber Kochen war das ohnehin notwendig. Am nächsten Morgen gingen wir zur nahegelegenen Tauchbasis um den nächsten Tauchtag zu starten. Unsere Gruppe von 4 bis 5 Leuten waren die einzigen Taucher auf der Basis was echt cool war. Zum Tauchen ist zu sagen Softkorallen in allen Formen und Farben und in Hülle und Fülle. Es war wirklich Atemberauben diese vielfallt an verschiedenen Weichkorallen zu sehen ein MustDo für jeden Taucher.
Die Whitewall ist echt der Wahnsinn wir haben ein Schneefeld Unterwasser gefunden zumindest sieht’s so aus ;-). Allerdings ist das Wasser doch etwas Fröstelig. Was uns dazu bewegte am 2ten Tag einen Shorty über den 3mm Long Suite zu ziehen. Ok dazu muss gesagt werden das es während wir auf Taveuni waren auch nicht so schönes Wetter war, so dass man sich während der Oberflächenpause nicht wirklich aufwärmen konnte.
An einem Abend besuchten wir eine Grossveranstaltung die bis nach Nadi bekannt ist das Taveuni Music Festival. Grossveranstaltung naja Schulaufführung in der Turnhalle trifft`s besser. Das waren sich die Schweizer einig naja wir haben halt Openair`s die doch etwas grösser ausfallen. Jedoch war sehr schön zu sehen wie die Bevölkerung richtig aufgedreht war und Freude an der Veranstaltung hatte mit Tanzen Modeschau und Singen.

Da unsere Zeit ja knapp bemessen war entschieden wir uns das Flugzeug zurück nach Nadi zu nehmen. Wir verbrachten die Letzte Nacht wieder im Bamboo, dachten wir zumindest so war`s gebucht jedoch wurden wir in ein anderes Resort ungeteilt aus Platzmangel. Ein Upgrade sagten sie naja wir sagen jetzt mal nichts dazu. Zum Glück gings am nächsten Morgen weiter nach Tahiti. Von den 8 Tagen Fiji waren an so ca. 5 Regen angesagt und so sennten wir uns nach Tahitianischer Sonne.
 

Samstag, 4. Oktober 2014

Solomon Islands ; Uepi


Da standen wir nun mit Sack und Pack beladen am Hafen aber von unserem arrangierten Pick-up Boot war weit und breit keine Spur. Da wir ja nur unmerklich auffielen in der Menge Einheimischer wurden wir natürlich sofort, hilfsbereit wie die Leute sind, gefragt wo wir hin wollen und ob wir Hilfe benötigen.

Wir zu diesem Zeitpunkt noch optimistisch, sagten alles sei ok, wir warten auf unser Boot von Uepi. Ein Mann kontaktiert für uns per SMS unser Bootfahrer und es hiss er sei unterwegs (an den anderen Hafen auf einer anderen Insel wie sich tags darauf herausstellte). Unsere Handys hatten ja auf den Salomonen kein Empfang. Als wir geschlagen 2.5h gewartet hatten und es zu regnen anfing, gaben wir die Hoffnung praktisch auf, an diesem Abend noch nach Uepi zu gelangen. Als dann die Einheimischen kamen und sagten, das sei nicht das erste Mal das Leute von dem Resort nicht abgeholt werden, sank unser Optimismus auf Null. Nichts ist grundlos beim Reisen, wir konnten durch diesen Zwischenfall ein paar ganz tolle Leute kennenlernen und eine sagenhaften Gastfreundschaft geniessen – währen unserer Wartezeit quatschten uns zwei Junge Salomoner an und löcherten uns mit Fragen über unser Land und Leute. Diese beiden halfen uns und nahmen uns einen Teil unsers Gepäck ab (ist hier kein Problem es sind echt liebe und ehrliche Leute) und los ging der kurze Marsch in ein schnuckeliges nahegelgenes Homestay. Sogar ein leckeres Abendessen bekamen wir noch serviert, obwohl die Küche schon zu war. Hmm essen!! wir waren total ausgehungert, das Frühstück lag doch schon ne ganze Weile zurück. So quatschten wir bis spät in die Nacht mit den Jungs und der Homestay Besitzerin, bis sich die Jungs auf den Heimweg machten und wir uns schlafen legten. Wir haben noch vergessen zu erwähnen, dass das Homestay sofort Kontakt aufnahm mit unserem Resort und uns bestätigt wurde, dass wir am Morgen dann abgeholt werden.

 


Uepi


 


Mit einem Tag Verspätung kamen wir dann in Uepi an, ja ein wirkliches Ferienparadies für Taucher. Es regnete zwar mal wieder wie aus Kübeln aber selbst so war es schön. Dort klärten wir zugleich die Transportprobleme, ja war halt etwas schwierig für uns ohne Internet, das E-mail zu lesen welches uns AM VORABEND unserer Anreise geschickt wurde wo drin stand, dass wir erst in Chea und nicht in Seghe von Board gehen sollten. Schwamm drüber, wir bekamen 4 Tauchgänge und ein paar Drinks offeriert, als Gegenleistung der schon vorausbezahlten Nacht.

Schon am selben Nachmittag montierten wir die Tauchausrüstung und runter gings in das Unterwasserparadies zum ersten von noch vielen weiteren Tauchgängen..woooow!!!! Munda war ja schon ein Traum aber was wir hier vorfanden, toppte das Ganze noch um Längen. Haie, riesige bunte Fischschulen, Baracudas, Thon, Langusten, Tintenfische, Manta, Schildkröten ja und nicht zu vergessen die grosse Anzahl von Makrozeugs – Schnecken in allen Farben, Seesterne, Krebse, Schaukelfische, und hier noch ein Highlight, wir durften 2 Tintenfische ne ganze Weile beobachten und wurden Zeugen davon, wie der eine sein Tentakel ausrollte um mit dem anderen Händchen zu halten.
 

Das Tauchen hier war für uns eine neue Erfahrung fast jeder hier taucht mit sehr viel Ruhe was auch an der Länge der Tauchgänge gemessen werden konnte, über 90 min kein Problem und nach 100 min mit Flasche leer direkt vor der Basis aus dem Wasser. Ich glaube wir dürfen behaupten hier sind wir im Wasser angekommen.
 
 
 
 
 
Auch Kulinarisch bleibt man nicht auf der Strecke, sofern man Fisch und Meeresfrüchte mag. So verbrachten wir die Tage mit Aufstehen, Frühstücken, Tauchen, Mittagessen, Tauchen, Stand-Up Paddeln, Nachtessen, Schlafen und das in immer geselliger Runde. Stand-Up paddeln sieht einiges einfacher aus als es wirklich ist und ist eine besondere Erfahrung wenn die Haie unter dem Board kreisen.



Leider mussten wir einige unserer zur Verfügung stehenden Zeit auf Uepi opfern um unserer Weiterreise nach Fiji zu organisieren, da uns unser Reisebüro zwei Tage vor Abreise mitteilte, dass Fiji Airways tatsächlich nicht fliegt und diese uns den Ticketpreis erstatten würden…unser erster Gedanke, na klar kein Problem wir schwimmen nach Fiji – unfähige Schwachköpfe, das wussten wir ja bereits wie oben geschrieben. Dank unsere bisher gewonnenen Reiseerfahrung, suchten wir uns eine Route zusammen und liessen die Flüge via 24h Hotline (Da natürlich Wochenende war) nach unseren Wünschen umbuchen. Salomonen – Brisbane Brisbane - Fiji. So bekamen wir ungewollter Weise den Australischen Stempel auch noch in unseren Pass.
 
Ein kleines Highlight unsere Weiterreise war der Flughafen in Seghe. Eine Bretterbude mit Rasenrollbahn, welches von den Einheimischen oft auch als Fussballplatz genutzt wird. Absperrung eines Flugfeldes, wir bei uns völlig überbewertet, hier spielen die Kinder am Rande der Flugpiste während dem die Flugzeuge starten und landen.
 

Solomon Islands ; Honiara und Munda




Nach unserem 6 stündigen Aufenthalt in Brisbane durften wir endlich das Flugzeug in Richtung Honiara besteigen und los gings in Richtung Tauchparadies...das hatten wir mindestens so gelesen...

Nach 3h Flug endlich Land in Sicht...aber was waren da die grauen Dinger da die über der Insel hinge?...Regenwolken!!! Das war nicht das wo wir uns erhofft hatten. Aber was solls! Der Flughafen war relativ klein und hatte genau zwei Gepäcksbänder. Unser Gepäck war wie erhofft angekommen so mussten wir nur noch die Gepäckkontrolle passieren, heisst den Zettel abgeben wo wie in Australien kleinlich genau gefragt wurde was eingeführt wird. Wenn da überall (NO) Stand wird man einfach durchgewuncken in unserem Fall war das zumindest so. Ja wir sehen halt vertrauenswürdig aus.

Wir wie immer ohne Hotel, jedoch diesmal mit genauem Plan wohin aber noch nicht wie, da nirgends so was wie ein Public Minibus rumstand oder angeschrieben war. Hmm was nun, sowas wie Taxi`s die auch so angeschrieben waren, gab’s natürlich auch nicht. Susanne sah wohl sehr hilflos aus, als sie mit den Rucksäcken auf Charly wartet, währen der am Geldwechseln war, denn sicher drei Leute kamen sie anquatschen ob alles gut sei, wo sie hin wolle oder ob sie Hilfe brauche. Geh mal nach Zürich, da kannst du herumstehen solange du willst, da kommt dich niemand fragen ob sie dir helfen können, es ist eher wahrscheinlich das einer kommt und dich vom Platz verscheuchen will. So durften wir also das erste Mal die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Salomoner kennen lernen. Das Taxi, welches wir uns mit einem anderen Backpacker teilten fuhr uns durch den strömenden Regen ins Zentrum, nahe des Hafens, dort wo sich die meisten Homestays von Honiara befinden. Wir hatten uns dieses Mal ja einen Namen notiert (vorbereitet ;-)), aber genau dieses war natürlich voll so viel zu unserem Plan. Der Taxichauffeur kurvte uns dann von Haus zu Haus bis wir ein freies Zimmer fanden, in einem relativ grossen, kirchlich geführten Homestay, dieses Homestay hatte wirklich hübsche Zimmer und eine ganz gemütliche Einrichtung.

Dann musste mal wieder Wasser und Futter her, wir hatten wirklich grossen Hunger und Bierdurst. Also auf gings nach (Honiara Stadt Downtown) naja Downtown gefühlte 5 Shops und 2 Restis. Wir wurden verwundert von der Bevölkerung angeschaut da hier wohl nicht viele Touristen zu sehen sind. Auch wir wahren verwundert über die roten Zähne der einheimischen Bevölkerung welche vom ständigen Konsum der Bettelnüsse her rührt. Bettelnüsse sind auf den Salomonen Kultur und überall zu finden. Wir schlenderten die Hauptstrasse lang und erreichten einen Markt welchen wir uns, neugierig wie wir sind natürlich nicht entgehen liessen. Diesmal jedoch ohne was zu Essen. Uns erstaunte das hier die Preise für frische Lebensmittel doch recht hoch waren ca. die Hälfte von Schweizer Preisen und dies bei einem Einkommen eines einheimischen Bauarbeiters von ca 7-8 CFHFHFHHF. Pro Tag. Zum Vergleich ein kleine Büchse Bier 3dl kostet durchschnittlich 1 - 4 CHF.

 

Munda


Am nächsten Morgen gings mit einem kleinen Flugzeug von Honiara nach Munda. Am Flughafen von Munda wurden wir vom Besitzer der gebuchten Lodge abgeholt und zu Hotel gefahren naja wäre auch zu Fuss erreichbar gewesen ca. 3 min Fussweg ;-). In dieser Lodge suchten wir uns ein Backpacker Zimmer aus in dem wir uns selber verpflegen konnten da das Essen im integrierten Restaurant zwar sehr lecker doch auch sehr teuer war.

Am nächsten Morgen gings auch schon zum ersten Tauchgang in den Salomonen das gemietete Equipment war nicht unbedingt von guter Qualität 30 cm grosse Löcher im Shorty ;-). Und dies für einen doch nicht kleinen Preis pro Tauchgang. Sie könnens sich halt leisten da sie die einzige Tauchbasis auf Munda sind.

Was uns jedoch Unterwasser geboten wurde war WELTKLASSE. Korallenriffe die vollkommen intakt und richtig Farbenfroh waren. Es ging keine 5 min und schon sahen wir die ersten 5 Haie die uns umkreisten und ebenso bewunderten.

Mittags Pause
Nach dem Tauchgang wurde eine kleine Oberflächenpause auf einer einsamen und wunderschönen Insel eingelegt. Dies ist so Standard in Munda. Und weiter gings mit dem 2ten Tauchgang. Auch zu erwähnen ist das, dass Meer in den Salomonen vom Wellengang eher einem Schweizer See gleicht also extrem flach so, dass man sich zum Teil darin Spiegeln konnte einfach ein Traum. Wir Tauchten somit jeden uns zu Verfügung stehenden Tag.

 

In der Unterkunft lernten wir ausserdem einige einheimischen Bauarbeiter kennen. Durch die wir einiges über die Leute und ihre Leben erfahren durften. Der Grossteil der Bevölkerung ist sehr arm und gezwungener Weise Selbstversorger, heisst der Mann geht fischen oder jagen und die Frau pflanzt Früchte, Gemüse und jegliche Knollengemüse (heisst Tapioka, Maniok, Süsskartoffeln, „normale“ Kartoffeln,etc), Für Susanne Neuland –sooo viele verschiedene Varianten – Härdöpfelfan Walter wäre obwohl von so viel Wasser umringt, kulinarisch im Himmel.
 
Zum Gemüse ist zu sagen, sehr limitiert: Salat, Kürbis, Tomaten, Auberginen und Gurken, Gurken, Gurken in allen Formen, Grössen und Farben. Immer Freitags ist in Munda „grosser“ Markttag, da paddeln die Einheimischen in ihren Kanus von den umliegenden Inseln zum Dorfplatz und verkaufen ein Teil ihrer Ernte. Ein richtiger Grossevent mit Musik, Markständen sogar der lokale Telefonanbieter hat einen Stand.

 

Arbeit zu finden auf den Salomonen ist sehr schwer, da die Stellen sehr limitiert sind und dazu noch lausig bezahlt ( Tageslohn, ca. 8 CHF - eine Ananas kostet 3 CHF, 15 Cherrytomaten 2 CHF). Sicher auch ein Grund dafür ist die mangelnde Schulbildung. Die Kinder gehen sechse oder wenn sie Glück haben und die Familie das Geld aufbringen kann bis zu neun Jahren zur Schule. Ein Schultag besteht aus 3h Unterricht, ja so ist halt auch klar, dass das Pensum an Schulstoff sehr limitiert ist. In jeder Provinz wird eine andere Sprache gesprochen. Alle Salomoner lernen jedoch als 2te Sprache Peijin, eine Variation von Englisch. Daher verstehen sie Englisch recht gut, jedoch oft ist das antworten auf Englisch für sie recht schwierig. Trotz oft herrschenden Sprachbarrieren konnten wir mit den Leuten kommunizieren, da sie kommunikativ und sehr wissbegierig sind. Die Leute wissen, dass sie nicht extrem gebildet sind und denken von Weissen , dass wir alles können und ordnen sich uns (dem Weissen) unter – Kirche sei Dank!! Es brauchte von uns dadurch zu Beginn sehr viel Initiative bis sie uns gegenüber diese Gepflogenheit abgelegt hatten und nicht gleich aufsprangen wie verschäuchte Hühner als wir uns an den Tisch setzten.





Es ist faszinierend jedoch auch bedrückend zugleich zu sehen wie traurig die Leute sind über ihre mangelnde Bildung. Es ist zwar ein Wandel im Gange aber es braucht noch viel Zeit. Am 2ten Tag eröffneten sie z.T sogar schon von sich aus das Gespräch. Ebenso waren da ein Fijianer und ein Neuseeländer stationiert die in Munda ein neues Flugfeld gebaut haben und jetzt für 2 Jahre dort waren um Garantie zu leisten ;-)) auch n Cooler „Job“ im Paradies.
Internationales Flugfeld in Munda

Durch Gespräche mit diesen 2 Jungs haben wir rausgefunden das Fiji Airways momentan nicht nach und von Honiara fliegt, dumm nur das unser Flug genau mit dieser Firma war.

Reisebüro die kennen sich aus
Aber wir hatten ja noch ne gute Woche Zeit und nahmen so Kontakt mit unserem Reisebüro auf, sie sollen doch bitte unsere Flüge demensprechend umbuchen, ganz einfach und unproblematisch, wenn sie es zeitgerecht erledigt hätten. Mehr dazu später.

Ein trauriges und einschneidendes Kapitel der Geschichte sind die vielen Kämpfe und Bombardierungen, die sich die Japaner und Amis im 2ten Weltkrieg dort geliefert haben. Ein so atemberaubender Fleck Erde, welcher voll ist von Munition und Überbleibsel des 2ten Weltkrieges wegen diesen Idioten. Seit ein paar Jahren sind dort Sondertruppen unterwegs um dieses Gebiet zu säubern. Aber da ist alles voll, bei jedem Tauchgang sah man jegliche Geschosse in allen Grössen. Natürlich durfte beim Tauchen die zwei am besten erhaltenen Flugzeugswracks nicht fehlen, die entwaffnet wurden und nun eine Art Riff für Shrimps, Krebse, Glasfische, Moränen und noch viele anderer bunte Fische bilden. Sowie auch Barnies Museum – ein Salomoner der fasziniert ist von Kriegsrelikten und sich Schritt für Schritt ein kleines Kriegsrelikt-Museum aufgebaut hat.
 
 











Ja und schon war wieder Zeit zum Weiterziehen. Trotz heftiges Abraten der Tauchschulinhaber bestiegen wir am Morgen um 8 die Phoenix, ein einheimischen Fracht- und Passagierschiff, das meistens einmal wöchentlich von Honiara nach Gizo und retour fährt. Ja im besten Zustand war es nicht aber wir konnten nach 8 Stunden Fahrt in Seghe mit guten Gefühlen von Board gehen.


Sonntag, 17. August 2014

Bali, Padangbai


Das kleine Hafendorf Padangbai ist im Internet und Reiseführer nicht wirklich gross beschrieben und auf den ersten Eindruck nicht zum langen verweilen einladend, jedoch auf den zweiten schon. In dem kleinen Nest reiht sich eine Tauchschule an die andere. Wir peilten die in Netz ausgesuchte Tauchschule an und waren sehr erstaunt um 4 p.m. also 4 Uhr nachmittags vor einer verschlossener Türe zu stehen. Eine blonde Frau im Warung Martini's (Beizli auf Indonesisch) (die Reni, eine Deutsche die halbzeit in Bali lebt, eine Freundin von Martini, der Besitzerin) nebenan fragte wo wir hin wollen und meinte wir sollen doch um Himmels willen unserer grossen Rucksäcke abstellen und uns hinsetzen und erst mal ein Bier trinken. Wir waren schon ein ganzes Stück gelaufen und mit Flipflops und Tramper ist das nicht so bequem. Wir erfuhren dann, dass die Tauchschule umgezogen ist....aber ans Schild wo das drauf steht hat niemand gedacht. Wir durften das Telefon von Reni benutzen um die Tauchschule anzurufen dieser meinte jedoch es sei im Moment schwierig dies
obwohl es 2 Tage vorher im Email verkehr geheissen hattet kommt einfach vorbei kein Problem. Also deponierten wir unsere Tramper und suchten den neuen Standort. Auf dem Weg dorthin fiel Charly ein Schild "Schweizer Tauchschule" auf, tja so dachten wir uns gehen wir doch mal da gucken. Die Irene war uns auf Anhieb sympathisch und so entschieden wir uns da zu Tauchen. 4fundiving ist ne One-woman Show und war die zwei darauf folgenden 2 Tage voll gebucht, wir wollten jedoch sowieso noch die Insel erkundigen und waren daher flexibel.

So führte uns unsere Reise auf dem Roller am nächsten Tag nach Candidasa, unser ursprünglicher Zielort nach Lombok wo wir verweilen und Tauchen wollten. Ein kleineres Touristenstädtchen mit wirklich schönen Hotels, aber...wo war der Strand geblieben...durch den Bau der Hotelkomplexe hat sich der Sandstrand abgetragen und auch die darauf gebauten Wellenbrecher helfen da nicht viel. Auch der Charm war überhaupt nicht da. Ja somit stand fest, dass wir vorerst in Padangbai bleiben. Tags darauf kurvten wir zu den heissen Quellen am Lake Batur, am Fusse des immer noch aktiven Vulkanes Batur.
Die Reise war traumhaft, vorbei an Reistreppen wofür Bali bekannt ist. Reis soweit das Auge reicht, in allen Stadien des Wachstums. Um 2p.m. plagte uns ein kleiner Hunger, so stoppten wir in einem Restaurant und bestellten ein Gado-Gado (indonesische Spezialität, Gemüse, Kartoffeln, Reis und Tofu mit Erdnusssauce) - DAS Wartegericht wie sich erneut herausstellte, das war es schon als Truit, ein Holländer der mit auf dem Dschungeltrekking war, es in Bukit Lawang bestellt hatte. Dieses mal hatte es jedoch was Gutes, denn so kürzten wir unserer Route, wenn nicht wären wir wieder erst nachts retour gewesen. So traten wir gestärkt, die Heimfahrt an welche über Ubud, ein Städtchen welches bekannt ist für seine vielen kleinen Handarbeitsläden und Künstler. Es war super schön die vielen Schnitzereien, Schreinerarbeiten, Drechslerarbeiten, Steinfiguren, Bilder und und und zu sehen, ja zum Glück von Charly ist mein Tramper voll und unsere Reise noch lang sonst wäre da das eine oder andere meins geworden.


Dann endlich war Montag und es ging los mit tauche. Die Unterwasserwelt in Bali ist ein Traum, so viele bunte Fische, Schnecken, Krebse und Weich-und Hartkorallen da geht jedem Taucher das Herz auf. Wir haben ja schon an wirklich wunderschönen Orten getaucht aber dies war wieder mal ein Highlight mehr. Ja und dann kam unserer absolutes Highlight, Mantapoint! Seit ich den Tauchschein gemacht habe renne ich diesen absolut majestätischen Tieren hinterher. Wir haben sie damals auf den Malediven wegen MIR verpasst, weil ich nach fünf Tauchtagen einen Strandtag anstelle Mantapoint bevorzugte.
Ja nun war es endlich soweit, dass wir mit den  eleganten, weiss-schwarzen Gleitern tauchen konnten, durften. Sie umkreisten uns und schwebten wieder davon, kurz darauf kamen sie wieder um die Koralle gebogen direkt auf einen zu. Oft hätte man nur die Hand ausstrecken brauchen um sie zu streicheln. Aber oberstes Gebot, wir sind Besucher da unten und da wird nichts angefasst oder draufgestanden. Nur Leider halten sich da viel zu viele nicht dran. Fotografen aufgepasst lernt erst mal richtig tarieren. Ja ich könnte noch ne Seite über den Tauchgang füllen, aber will euch mit meiner Schwärmerei nicht zu toll auf den Kecks gehen.

Am Abend gab es noch einmal lecker essen in unserem Stammwarung, dem Martini's, das Warong wo wir am ersten Tag ankamen. Martini ist eine so goldige Person, sie hat uns viel erzählt über Bali und das Leben da und wir haben sie total in unser Herz geschlossen, hier bekommt man das beste Gado-Gado und es kommt auch fix für Indonesische Verhältnisse, ohne Wartezeit über 20min. Ja und nun war es Zeit bye-bye zu sage, mit einem lachende und einem weinenden Auge gings weiter nach Kuta, der Surfer Paradies von Bali.
 
Thanks Irene

Lombok; Senggigi


Natürlich wie uns schon bekannt, stehen auch hier am Flughafen, jenste Schlepper und Taxichauffeure die uns zum Hotel oder meist zum Hafen der zu den Gili Islands führt chauffieren. Wir, wie normal ohne Zimmer und ohne Plan, wo wir hin wollen, packten mal wieder Handys und Lonely (neu in pdf da die Bücher einfach zu schwer waren sind unterwegs nach Hause) raus und checkten die Angebote umringt von reinquatschenden Schleppern. Eigentlich war unsere Ziel die Gilis, aber die Zimmer im Netz waren Grossteils ausgebucht ebenso nach Telefonaten mit Tachbasen. Dazu kam, dass die Taxis dorthin nicht ganz günstig waren, worauf wir uns kurzerhand für einen Zwischenstopp in Senggigi entschiede, dorthin fuhr ein Publicbus und dort soll es nach unseren Recherchen sehr gemütlich und schön sein.

Nach längerer Suche fanden wir für die erste Nacht ein Zimmer in 1.UG eines kleinen Hotels, das allerdings noch im Bau war, na ja der 1. Eindruck war ganz ok, aber am Abend stellten wir fest, dass es total feucht war und die Klima nicht wirklich funktionierte Fan war nicht vorhanden...als Charly am nächsten Morgen mit verstopfter Nase und Anzeichen von Halsweh aufwachte, war uns klar hier bleiben wir nicht länger.

Nach kurzer Suche fanden wir ein kleines, sehr einfaches Homestay. Die Zimmer bei Sonyas Homestay waren gerade genügen gross um unsere Rucksäcke neben unser Bett zu quetschen und das Bad, mit WC mit Chübeli-Handspülung und Kaltwasserdusche war winzig klein. Anita und Ste eure Bäder sind doppelt so gross :-) ebenso die Sauberkeit war naja. Aber das Ambiente war toll. So toll, dass wir insgesamt 6 Nächte da verbrachten. wir haben dort auch einige Einheimische kennen gelernt und konnten so mehr über die Insel erfahren.

Als dann mein Handgelenk und Charlys Hals wieder gut war gings dann endlich mal wieder zum Tauchen. Zu unserer Freude fahren die die Tachbasen von Senggigi auch die Gilis an. Der Tauchtag war wirklich schön, die vielen Schildkröten waren zum Teil riesig und sooo süss aber leider ist der Rest durch die Korallenbleiche und vor allem die Verschmutzung durch die Hotels, welche alles Abwasser ungefiltert ins Meer lassen, Grossteils abgestorben.

So mieteten wir uns tags darauf mal wieder einen Roller und erkundeten die Insel ja die ganze. Nach 9h und über 300km, natürlich mit Regeneinlage, waren wir total fertig und wussten vor allem fast nicht mehr wie wir beim Abendessen auf sitzen sollten. Aber es hat sich gelohnt, die Landschaft war total schön und eindrücklich. Sobald wir in Gebiete kamen wo kaum Touris sind, winkten und begrüssten uns alle am Strassenrand und waren so herzlich und lieb. Bei einem kleinen Zwischenstopp in einem Ort wo mal wieder das grösste und einzige massiv gemauerte Gebäude ne Moschee war, waren wir gleich die Dorfattraktion, alle Kinder rings rum kamen her und bestaunten uns und der eine Shop Besitzer kam uns seine kleine süsse Tochter vorstellen, also es kam uns vor wie er auch ihr zeigen wollte, schau so sieht ein Weisser aus.

Am zweiten Tag wollten wir dann nochmal den Versuch wagen eine  Wasserfall zu bestaunen, in der Hoffnung dieses Mal mehr Wasser zu sehen als in Koh Phangan. Plötzlich in einer Kurve etwas ausserhalb eines Dorfes, machte der Roller schwammige Bewegungen, ich dachte mir schon was macht Charly da komisches, ich dachte mir das selbe von Sue, doch dem war nicht so sondern wir hatten einen Platten. Mhh was nun! Wir wollten schon in Richtung Dorf gehen, natürlich nur schiebend, da entschied sich Sue einen Junge zu fragen, der am Strassenrand auf seinem Motorrad sass, in welche Richtung wir besser gehen sollten. Natürlich sprach er kein Wort Englisch, aber wir können uns ja mittlerweile auch ganz gut mit Zeichensprach verständigen. Er verstand unser Problem ruckzuck und ich fragte ihn in welche Richtung wir gehen müssen, er zeigt auf ein Haus das ca.100m entfernt Stand wohlverstanden nicht in Richtung des Dorfes. Und siehe an, da war tatsächlich eine kleine Werkstatt. 20 Minuten später und mit sage und schreibe 4 CHF weniger im Portemonnaie gings weiter mit neuem Schlauch. Ja Glück braucht’s im Leben, man bedenke wo wir schon überall mit den Rollern waren.























Der angepeilte Wasserfall hatte sogar Wasser, zwar wenig wie uns ein Einheimischer dort berichtete, aber es war wirklich schön da.






















Wir haben ja mittlerweile schon öfters ein TukTuk gesehen diese hier in Lombok sind jedoch ein wenige spezieller da sie noch mit einem Pferd betrieben werden.
Tags darauf ging die Reise weiter mit 2h Shuttlebus und 4h einheimischer Fähre nach Padangbai in Bali.






Malaysia; Kuala Lumpur

Den Flieger gerade noch so erwischt und ne knappe Stunde später in KL angekommen wurden wir von KK dem Inhaber der dortigen Hetronic Niederlassung, Hetronic Asia-Pacific empfangen. Die Suche nach einem Hotel blieb uns dieses Mal erspart, da er sich in seine Stadt natürlich besser auskannte als wir. Er fuhr uns zu einem Hotel was nach der Joungletour ein regelrechter Kulturschock war, 5 Sterne oha schon lange nicht mehr gehabt ;-). Die warme Dusche und die Badewanne kam wie gerufen um unsere Sachen die zu gross für eine Waschmaschine sind mal richtig auszuwaschen. Am Morgen darauf verliessen wir diese schöne Hotel wieder da es doch ein wenig zu teuer war um mehrere Nächte dort zu verbringen. Mit freundlicher Unterstützung von KK erkundeten wir Kuala Lumpur. Alle Must Does und Nice to haves. KL-Tour, Petronas-Tours (Twin-Tower), Chinese Tempel, Genting Highlands (das Las Vegas von Malaysia) und die Batu Caves, ein Hindu Tempel der über eine 272 stufige Treppe hoch in eine Höhle gebaut ist.






























Auf die Frage was wir denn gerne Essen, antworteten wir alles, ausgenommen es kabelt selbst vom Teller und Innereien, blickten wir in ein sehr erfreutes Gesicht. So durften wir eine kulinarische Rundreise durch Malaysia erleben, die man als Westlicher –Tourist (der Chinesischen Sprache nicht mächtig) kaum oder gar nicht zu Gesicht bekommt, da man die versteckten Lokale nie finden würde. Wenn doch, man sie weder lesen verschweige dann bestellen könnte. Dank KK erfuhren wir sehr viel über Gebräuche und Kulturen des Landes. Ebenso erkundeten wir das Nachtleben in Kuala Lumpur. Auch einen Abstecher in die Hetronic Filiale von KK durfte natürlich nicht fehlen bisschen Arbeit muss sein. Wir waren auch noch 2 Tage einkaufen und haben uns einige Läden in Chinatown sowie einige Einkaufszentren angeschaut, da ich ja einen neuen Tauchcomputer brauchte da meiner in Ko Tao leider sein zeitliches segnete. Auch besorgten wir uns auf unsere Gesichter passende Tauchmasken die Mietmasken sind halt so eine unbequeme Sache. So verbrachten wir alles in allem 7 wunderschöne Tage in Kuala Lumpur.

Thanks for all KK